Herrenalb und Umgebung - Historische Sammlung 1830-1930

 
 
       
   
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  Historische Sammlung
  1830-1930
  von Michael Arndt
  Bad Herrenalb
 
 

Herrenalb war ein berühmtes Cistercienserkloster, das Graf Berthold von Eberstein 1148 gründete und die Schweden 1642 zerstörten. Von der Klosterkirche schöne Reste einer Vorhalle („Paradies“), mit zierlichen Säulchen als Träger der Rundbogen. Innerhalb desselben wurden die Grabsteine der Äbte vor mehreren Jahren der Reihe nach aufgestellt, der älteste von 1325, der späteste aus dem 16. Jahrh. In der Kirche, die ursprünglich romanisch, aus dem 12. Jahrh. stammt, aber 1462 einen gotischen Oberbau erhielt, das Grabmal des Markgrafen Bernhard von Baden (gest. 1431). – In den Klostergebäuden ist jetzt eine besuchte Wasserheilanstalt (Besitzer und Kurarzt: Dr. Mermagen). Neues Konversationshaus.

Ausflüge: Thalab 1 St. nach Frauenalb, mit malerischer Klosterruine. – Nördl. nach dem malerischen Felsen (20 Min.) Falkenstein.  1896  18)

 

Anfänglich beauftragten Verlage Künstler und Lithografen, Entwürfe für ihre Ansichtskarten zu gestalten. Die Lithografie ist eine alte, aus heutiger Sicht vergleichsweise aufwändige Drucktechnik. Zunächst waren Lithografien fast immer einfarbig, ab etwa 1895 wurden Ansichtskarten überwiegend als mehrfarbige Chromolithografien gedruckt. Bei mehrfarbigen Lithografien werden verschiedene Farbschichten übereinander gedruckt. Es wurden meist zwei oder mehrere Einzelbilder eines Ortes bzw. einer Stadt um eine Hauptansicht (Totale) gruppiert. Lithografien sind häufig mit Ornamentik, Schnörkeln, Rähmchen, Ranken, Blumen oder Blättern verziert. Typisch ist auch ein Schriftzug auf der Bildseite mit Ortsnamen: Gruss aus …   19)

Mit der aufkommenden kommerziellen Reise-Fotografie fand diese Ära um 1905 ein jähes Ende.

 
 
   
 
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Lithographien und Künstler-Karten von Herrenalb

 
 
   
 
Karte gelaufen am 02.06.1895 nach Budapest, Ungarn:   Die bisher älteste Ansichtkarte der Sammlung von Herrenalb.   20)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1896:   Ganz modern modifiziert durch Bekanntgabe des Wohlfühlfaktors.   20)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1897:   Wohl eher keine spezielle Herrenalber Tracht, doch von hier abgeschickt.   20)
 
 
   
 
Karte gelaufen: 1897   Gruss nach Strasbourg/ Alsace   21)
 
 
   
 
Karte um 1898:   Diese Karte steckte wahrscheinlich Jahrzehnte "ladenneu" in einem Album.   22)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1898:   Wer kennt nicht die Adresse "Maschinenfabrik Heinrich Lanz" in Mannheim?   23)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1899 nach Paris:   Unten am Bahnhof wartet bereits die dampfende Albtalbahn, um die Post mitzunehmen.   24)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1899:   Onkel Heinrich und Tante Elise lassen grüßen   21)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1900:   Fanpost nach Karlsruhe an die "Lungenkönigin" vom getreuen Zuschauer.   25)
 
 
   
 
Rückseite der Karte von 1900:   Das Fräulein "Tonkünstlerin" bekommt einige Extrazeilen, siehe unten links.   25)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1901:   Leider keinerlei Text und folglich auch kein identifizierbarer Absender...   26)
 
 
   
 
Rückseite der Karte von 1901:   ...Vielleicht geht's ja über die Schrift an diese nicht ganz unbekannte Persönlichkeit.   26)
 
 
 

Unter der Leitung von Hedwig Kettler gründete der Verein Frauenbildungsreform am 16. September 1893 das erste private Mädchengymnasium, das 1898 städtisch wurde und ab diesem Zeitpunkt der Höheren Mädchenschule in der Sophienstraße 14, Karlsruhe, angegliedert war. In deren Rückgebäude fanden die ersten Schülerinnen der „Mädchengymnasialabteilung“ ihren Platz.   27)

Die ersten Mädchen, die in Deutschland Abitur machten und damit die Zulassung zum Hochschulstudium erreichten, hießen: Rahel Goitein, Johanna Kappes, Auguste Mainzer und Magdalena Meub. Sie bestanden 1899 die erste staatliche Reifeprüfung am gymnasialen Zweig der Höheren Mädchenschule in der Karlsruher Sophienstraße.   28)

Vermutlich "die" Auguste Mainzer, denn von der Hirschstraße 40 zur Sophienstraße 14 ist es quasi nur "ums Eck" herum. Was es aber mit der Lungenkönigin, bzw. Tonkünstlerin auf sich hat, bleibt noch zu erforschen. Vielleicht war sie dem Gesang zugetan?

 

Herzogin Alexandrine von Sachsen-Coburg und Gotha

Die Herzogin, die am 06. Dezember 1820 in Karlsruhe geboren wird, macht sich in Coburg als engagierte Streiterin für sozialen Fortschritt einen Namen. Alexandrines Vater ist der Großherzog von Baden, ihre Mutter Sophie Wilhelmine, Tochter des Königs Gustaf IV. von Schweden. Am 03. Mai 1842 heiratet die 21jährige den Coburger Prinzen Ernst von Sachsen-Coburg und Gotha, den späteren Herzog Ernst II.   29)

Die Ehe sollte kinderlos bleiben. Zunächst bezog das Paar Schloß Callenberg. Schon zwei Jahre später starb Ernst I und sein Sohn trat als Ernst II seine Nachfolge an. Die Regentschaft währte bis zu seinem Tod 1893. Die Witwe überlebte ihren Gatten um 11 Jahre. Sie verstarb am 20. Dezember 1904. Ihre Beisetzung gestaltete sich zu einem eindrucksvollen Ereignis; eine riesige Menschenmenge folgte dem Leichenzug, darunter viele Fürsten und an der Spitze Kaiser Wilhelm II.   30)

 
 
   
 
 
 
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