Herrenalb und Umgebung - Historische Sammlung 1830-1930

 
 
       
   
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  Historische Sammlung
  1830-1930
  von Michael Arndt
  Bad Herrenalb
 
 

Als "Jugendstil" wird eine Epoche der Kunstgeschichte bezeichnet, die sich vor allem um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert ausmachen und sich somit in etwa auf die Jahre zwischen 1896 bis 1920 datieren lässt. Demnach steht der Jugendstil unter dem Einfluss des "Fin de Siècle", einer künstlerischen und kulturellen Bewegung, die sich in versch. Stilen, wie etwa Symbolismus, Impressionismus und Ästhetizismus sowie ähnlichen avantgardistischen Strömungen niederschlug. Weitere Bezeichnungen für die Epoche sind "Art nouveau", "Reformstil" oder "Secessionsstil". Sehr vordergründig werden mit dem Begriff bestimmte Ausprägungen in Architektur und Gestaltung bezeichnet, wobei sich die Epoche auch in Literatur und Kunst nachempfinden lässt. Wesentlich ist der Versuch, die Natur in der Kunst durch schwungvolle und florale Ornamente abzubilden.

 

Der Begriff wurde von der Zeitschrift "Jugend" abgeleitet, einer Kunst- und Literaturzeitschrift, welche zwischen 1896 und 1940 in München erschien und von Georg Hirth und Fritz von Ostini gegründet wurde.   32)

Der Jugendstil hat seine Wurzeln unter anderem in "Arts and Craft", welche eine englische Bewegung und Antwort auf die sich durchsetzende Industrialisierung ist. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts empfinden die Menschen ein enormes Wachstum an Massenproduktion, die auf Kosten der handwerklichen Tradition geht. Das Ziel von Arts and Crafts ist es, die kunsthandwerkliche Tradition zu bewahren.   33)

Im Bereich "Archiv" wird es künftig einige Herrenalber Jugendstilbauten zu bestaunen geben.

 
 
   
 
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Herrenalb in der Zeit des Jugendstils

 
 
   
 
Karte gelaufen 1900:   Im Stil der Zeit mit lebhafter floraler Ornamentik.   34)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1900:   Der Titel "Blick vom Marienberg" ist falsch, es ist der Blick vom "Maienberg".   34)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1900:   Die "Hummelsburg" befindet sich mittig auf dem Bergvorsprung rechts.   34)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1900:   Diese Karte kam nach 120 Jahren aus den USA nach Herrenalb zurück.   35)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1901:   Im Text steht etwas von einer "lustigen Schlittenpartie nach Herrenalb".   35)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1902.   36)
 
 
 

Herrenalb (367m) liegt an der Stelle, wo mehrere Quellflüsse der Alb sich vereinigen, ringsum eingefaßt von waldigen Anhöhen, vor rauhen Winden geschützt, mild und freundlich. Von dem einst reich begüterten Cisterzienserkloster, das wie alle klösterlichen Anstalten in Württemberg schon im Reformationszeitalter aufgehoben wurde, steht noch der Chor und die schöne Vorhalle der Kirche, das sogenannte Paradies, mit ihren gotischen Fensterbögen und zahlreichen Grabdenkmälern. Eine wirkliche Sehenswürdigkeit ist das Grabdenkmal des 1431 gestorbenen Markgrafen Bernhard von Baden. Um das Kloster wuchs allmählich der jetzige Ort, der alle Bedingungen zu einer Kur- und Heilstätte reichlich besitzt und sich eines lebhaften Besuches Erholungsbedürftiger erfreut.

 

Das meiste thut in dieser Hinsicht die schöne, abwechselungsvolle Umgebung mit ihrem Reichtum von prächtig gepflegten Wegen nach allen Seiten, die einen Sommeraufenthalt überaus angenehm gestalten. Seit nun auch die Eisenbahn das Albthal hinab nach Ettlingen und weiter nach Karlsruhe führt, hat der Besuch dieses lieblichen Punktes eine bedeutende, aber wohlverdiente Steigerung erfahren.   1902  37)

Die oben genannten, "prächtig gepflegten Wege" sind heutzutage auch im Frühjahr und Herbst ein Erlebnis. Im Winter bei Schneefall sind sie besonders schön, aber teilweise auch vereist. Daher ist Vorsicht geboten.

 
 
   
 
Karte gelaufen 1903 nach Rüschlikon, Schweiz.   38)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1904:   Kein Platz für die vielen Unterschriften.   34)
 
 
   
 
Rückseite der Karte von 1904:   Bei "Wohlgeborenen" musste es schon eine besondere Schriftform sein.   34)
 
 
   
 
 
Karte gelaufen 1904:   Seltenes Hochformat mit Foto und Text innen - "Herrenalb Falkensteinfelsen m. d. Alb".   38)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1905:   Prägekarte mit teilweise erhabener Oberfläche, siehe auch die Struktur der Rückseite.   39)
 
 
   
 
Rückseite der Karte von 1905:   Am 02. Juli in Dobel aufgegeben, am 13. Juli in New York angekommen.   39)
 
 
   
 
Karte datiert 1906:   Eine höchst aufwendig gestaltete Prägekarte (Passepartoutkarte) mit Druck auf drei (!) Ebenen.   40)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1907:   "Herrenalb mit Kurhaus" - wurde nach New Orleans/USA versendet.   39)
 
 
   
 
Karte gelaufen 1913:   War bereits um 1903 im Handel - Prägung nur beim Wappen.   34)
 
 
   
 
 
 
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